Newsletter
Liebe Freundinnen und Freunde des LVR-Freilichtmuseums Kommern,
im September freuen wir uns wieder mit Ihnen auf zwei besondere Veranstaltungen: Bei der Traditionsveranstaltung “Nach der Ernte” am 19. und 20. September dreht sich alles um die Arbeiten, die mit dem Abschluss der Ernte im Spätsommer auf dem Hof und auf dem Feld, in den Bauernküchen und auch bei den Handwerkern im Dorf anfielen.
Bereits am 05. und 06. September laden wir Sie zu “Frisch Gebrüht!” ein. Dabei stehen die unscheinbare Kaffeebohne und ihre Ersatzprodukte im Mittelpunkt. Entdecken Sie zudem verschiedene Kaffeezubereitungen und erfahren Sie mehr zur Kulturgeschichte des Kaffees.
Außerdem möchten wir Ihnen in diesem Newsletter noch einen kleinen Einblick in den Museumsalltag geben. Wir berichten über den Brauch des Krautwischs, informieren zu unserem Kükenprojekt und stellen Ihnen eine interessante Kooperation mit dem Eifeltor gleich neben dem Museum vor.
Herzliche Grüße,
Ihr Museumsteam
Krautwischtag
Am 15. August, an dem die katholische Kirche mit „Mariä Himmelfahrt“ eines ihrer höchsten Feste begeht, erinnerte das Freilichtmuseum an den traditionellen „Krautwischtag“. Seit dem Mittelalter werden zu Mariä Himmelfahrt Kräutersträuße gebunden und in der Kirche gesegnet. Bis vor einigen Jahrzehnten war der Brauch in den ländlichen Regionen des Rheinlands noch weit verbreitet. Heute ist er nahezu vergessen. Die Hauswirtschafterinnen des Museums banden auch in diesem Jahr nach altem Brauch den „Krautwisch“. Bei einem kleinen Freiluft-Gottesdienst vor der Kapelle aus Schützendorf in der Baugruppe Eifel wurden die Kräuter gesegnet. Dafür sammelten die Hauswirtschafterinnen die verfügbaren Kräuter und banden auch für die Besucherinnen und Besucher kleine Krautwisch-Sträuße. In diesem Jahr war das Sammeln aufgrund der anhaltenden Trockenheit mit großem Aufwand verbunden: Viele Kräuter ließen sich erst nach langer und weitläufiger Suche finden. Die Hauswirtschafterinnen erläuterten die Zusammensetzung der Sträuße und die Bedeutung des Krautwischbrauchs in der Region und konnten so vielen Besuchenden einen kleinen Segensstrauß überreichen.
Frisch gebrüht! Kaffee und seine Ersatzprodukte
Kaffee gehört für viele ganz selbstverständlich zum Alltag – doch das war nicht immer so. Beim Thementag „Frisch Gebrüht – Kaffee und seine Ersatzprodukte“ können Sie am 05. und 06. September die Geschichte und Kultur des Kaffees vom 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre entdecken. Wie wurde Kaffee früher zubereitet? Was kam in die Tasse, wenn Bohnenkaffee zu teuer oder nicht erhältlich war? Erleben Sie historische Zubereitungsweisen vom Rösten und Mahlen bis zum frisch aufgebrühten Kaffee. Außerdem wird gezeigt, wie Getreidekaffee aus Lupinen oder Eicheln hergestellt wurde. Auch die Kaffeekultur kommt nicht zu kurz: Die Bergische Kaffeetafel um 1900 im Garten des Haus Mannesmann vermittelt den festlichen Charakter des Kaffeetrinkens. Erfahren Sie mehr über Kaffeegenuss in der Nachkriegszeit und tauchen Sie ein in Geschichten rund um den Kaffeekrieg in der DDR und die begehrten Care-Pakete. Kommen Sie vorbei und entdecken Sie, wie viel Geschichte in einer Tasse Kaffee steckt!
Nach der Ernte
Am Wochenende 19. und 20. September von 11 bis 18 Uhr gibt es für Tiere und Menschen viel zu tun. Schwere Rösser aus dem Rheinland, Westfalen, Belgien und Luxemburg pflügen und eggen die Felder, ziehen Baumstämme aus dem Wald oder bringen hoch beladene Getreidewagen zum historischen Bauernhof. Dort laden Erntehelfer die Garben in die von einem alten Dampfross angetriebene Dreschmaschine. Die Besucherinnen und Besucher erwartet außerdem wieder eine umfangreiche Begleitausstellung, die sich ganz unterschiedlichen Themen rund um die Ernte widmet. Neben den Erntearbeiten, den eingesetzten Maschinen und Tieren geht es dabei auch um Ernährung und Vorratshaltung, um Feste wie Erntedank und um die Folgen von Missernten. An diesem Tag stehen die vielfältigen und oft mühevollen Arbeiten im Mittelpunkt, die einst zum Abschluss der Ernte im Spätsommer auf den Höfen, Feldern und auch bei den Handwerkern im Dorf anfielen.
Die Küken ziehen um - Abschluss unseres Kükenprojektes
In den vergangenen Wochen und Monaten konnten unsere Besucherinnen und Besucher miterleben, wie unsere Küken geschlüpft und aufgewachsen sind. Nun hieß es Abschied nehmen vom Kükenstall. Die Enten- und Hühnerküken sind inzwischen groß genug und in die Baugruppen des Museums umgezogen. Die Hühner leben jetzt in der Eifel. Der Großteil der Enten ist in den Westerwald zu den Gänsen gezogen, weitere Enten haben im Bergischen Land ein neues Zuhause gefunden. Ein herzliches Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen des Freilichtmuseums, die das Projekt möglich gemacht und begleitet haben – ganz besonders an unsere „Kükenmama“ Jenny Zimmermann für die liebevolle Betreuung. Auch unserem Förderverein danken wir für die Unterstützung! Wir freuen uns, dass unsere nicht mehr ganz so kleinen Küken nun die Baugruppen erkunden!
Kombiticket fürs Museum und die Sommerrodelbahn
Kennen Sie schon unser Kombiticket? Damit können Sie nicht nur das LVR-Freilichtmuseum Kommern, sondern auch die benachbarte Sommerrodelbahn im Eifeltor besuchen. Noch bis Oktober haben Sie die Gelegenheit, gleich zwei Ausflugsziele in unserer Region mit nur einem Ticket zu entdecken. Gäste erhalten dabei 20 Prozent Rabatt auf den Eintritt ins LVR-Freilichtmuseum Kommern in Verbindung mit sechs Fahrten mit dem Einzelschlitten auf der Sommerrodelbahn im Eifeltor. Bei ihrem Treffen in diesem Sommer vereinbarten Museumsleiter Dr. Carsten Vorwig und Roland Barth, Geschäftsführer des Eifeltors Mechernich, die Zusammenarbeit in Zukunft weiter auszubauen.
Veranstaltungen im September
Sa./ So., 05./ 06. 09. , 11 bis 17 Uhr
Frisch gebrüht! Kaffee und seine Ersatzprodukte
Lernen Sie mehr zu der koffeinhaltigen Pflanze und ihren Ersatzprodukten.
So., 06.09., 13 Uhr
Offene Führung: In einer Stunde durch den Museumswald
So., 13.09., 13 Uhr
Offene Führung: Wildkräutervielfalt entdecken!
Sa./ So., 19./ 20.09. , 11 bis 18 Uhr
Nach der Ernte
An diesem Tag stehen all die vielfältigen und oft mühevollen Arbeiten im Mittelpunkt, die noch einst mit dem Abschluss der Ernte im Spätsommer auf dem Hof und auf dem Feld, in den Bauernküchen und auch bei den Handwerkern im Dorf anfielen.
So., 20.09., 13 Uhr
Offene Führung: Auf Entdeckungsreise durch die Rheinische Kulturlandschaft
So., 27.09., 13 Uhr
Offene Führung: In einer Stunde über den Marktplatz Rheinland