Hände schrubben über ein Waschbrett

Große Wäsche

17. Juli, 11 bis 17 Uhr
Waschen wie zu Großmutters Zeiten
Mit Bürste, Waschbrett, Stampfer und selbstgemachter Seife geht es an den Kragen. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie mühselig die Wäschepflege von Hand und mit einfachen Geräten früher war. Auch die Kinder dürfen bei den Waschfrauen im Museum mithelfen.
Vor der Erfindung der vollautomatischen Waschmaschine - in Deutschland kam sie für Privathaushalte erst 1951 auf den Markt - war das Wäschewaschen die kraft- und zeitaufwendigste Arbeit im Haushalt.
Am Vorabend wurde die Wäsche in einer Lauge aus Buchenholzasche eingeweicht. Beim Kochen der Wäsche am nächsten Tag verwandelte sich die Waschküche in eine Sauna. Das Rubbeln der Wäsche auf dem Waschbrett, das Auswringen und Wenden der großen Wäscheteile war besonders harte Arbeit. Aus dem heißen Wasser kam die Wäsche dann in das eiskalte Spülwasser.
Da der Waschtag für die Frauen Schwerstarbeit bedeutete, musste der übrige Haushalt an dem Tag liegen bleiben. So kam meist nur aufgewärmter Eintopf auf den Tisch. Und auch an den nächsten Tagen blieb für das Kochen kaum Zeit: Zu sehr waren die Frauen noch mit Flicken und Bügeln beschäftigt.
Der Waschtag findet von 11 bis 17 Uhr im Togrund-Hof in der Baugruppe Eifel statt.

Die Förderer des LVR-Freilichtmuseums Kommern: