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31. Januar 2020

Kapelle - Bartning – Milchbar

Besucherzahlen im LVR-Freilichtmuseum Kommern weiterhin auf sehr hohem Niveau

Die Milchbar hängt an einem Kran, um danach auf den Transporter geladen zu werden.

Nach dem Jubiläumsjahr 2018 ging es im LVR-Freilichtmuseum Kommern auch 2019 erneut rund. „Mit 226.666 Museumsgästen bleiben die Besucherzahlen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.“, berichtet Museumsleiter Josef Mangold. „Mit den zahlreichen Veranstaltungen, informativen Ausstellungen, aber auch den guten Vermittlungsangeboten und Projekten unseres Freilichtmuseums und des WaldPädagogikZentrums Eifel haben wir auch 2019 wieder viele Museumsgäste gut bedienen und erfreuen können.“

Der „Jahrmarkt anno dazumal“ feierte seinen 25. Geburtstag. Passend dazu hatte sich das Team um Veranstaltungsleiter Daniel Manner ein absolutes Novum einfallen lassen. Das „Hänneschen Theater – Puppenspiele der Stadt Köln“ konnte als Kooperationspartner gewonnen werden. Nach historischem Vorbild spielten drei Puppenspieler, so wie es früher auf Jahrmärkten üblich war, ein eigens für das Kommerner Freilichtmuseum geschriebenes Stück. Das Kölner Hänneschen war damit nach über 70 Jahren zum ersten Mal wieder außerhalb der Stadt Köln zu sehen. Zusätzlich gab es wie immer ein buntes Programm und viele historische Fahrgeschäfte. Ein toller, meist sonniger Geburtstag mit weit über 48.000 Besuchern.

Auch die anderen kleinen und großen Veranstaltungen erfreuten sich großer Beliebtheit. So stand zum Beispiel die 11. Auflage der „ZeitBlende“ ganz im Zeichen des Jahres 1969. Von Woodstock bis Mondlandung, gab es wichtige Ereignisse zum Miterleben, mit Zeitzeugen, Geschichtsstraße, Fotoausstellung, viel Musik, historischem Campingplatz und Oldtimertreffen. Etwa einen Monat später lockte das beliebte Fest „Nach der Ernte. Rösser, Trecker, Bäumerücker“ mit traditionellen, land- und hauswirtschaftlichen Arbeiten, unter begeistertem Einsatz von vielen Akteuren und historischen Tierrassen – wie Zugochsen aus dem Westerwald und einem Ziegengespann aus dem Vogelsbergkreis (Hessen).

Die Ausstellung „Kasper, Seppel und der Räuber“ wurde am 17. März 2019 eröffnet und zeigt noch bis zum 03. Mai 2020 viele besondere Stücke aus der herausragenden Sammlung von Handpuppen der Geschwister Christa und Irmgard Pastors.

Nachdem im Jahr 2018 bereits das Richtfest der Notkirche aus Overath gefeiert wurde, stand am 21. Juli 2019 die Eröffnung des Gebäudes an. Die „Diasporakapelle“ aus Overath, die in der Nachkriegszeit vom Bauhausarchitekten Otto Bartning entworfen und in serieller Bauweise überall in Deutschland errichtet wurde, ist ein weiterer zentraler Bestandteil des „Marktplatz Rheinland“.

Zusammen mit der am 06. Oktober eröffneten Ausstellung: „Bartning. Bartning. Bartning. Architekt der Moderne“, die noch bis 25. Oktober 2020 zu sehen sein wird, bildet die Notkirche aus Overath einen deutschlandweit einmaligen Beitrag zum Projekt „Bauhaus 100“. Im Zentrum der Ausstellung stehen Bartnings Ideen zur Entwicklung des seriellen Bauens. Bartning, einer der geistigen Wegbereiter des „Bauhaus“, konzentrierte sich ab 1945 auf das „Notkirchenprogramm für die evangelische Kirche“. Sein Typ der „Diasporakapelle“, die sowohl als Gottesdienstraum als auch als Gemeindesaal genutzt werden konnte, bildet auf dem Marktplatz als Original eine herausragende Vermittlungs-Achse, die baugeschichtliche Highlights aufzeigt und in den gesamtgeschichtlichen Kontext einbettet.

Auch 2019 fand ein neues Gebäude seinen Weg in das LVR-Freilichtmuseum Kommern. Die „Milchbar“ aus Brühl wurde im August in einer spektakulären Aktion ins Museumsgelände transportiert. Das komplette Gebäude wurde eingepackt und auf einen Tieflader verladen. Nicht nur wegen des beengten Platzes am alten Standort, sondern auch aufgrund des Gesamtgewichtes von rund 85 Tonnen, waren sowohl in Brühl beim Aufladen, als auch beim Abladen im Freilichtmuseum gleich zwei Schwerlastkräne im Einsatz.

Errichtet wurde die legendäre Milchbar in Brühl Anfang 1955. Bereits im Sommer des gleichen Jahres wurde sie auch eröffnet. In Amerika war diese Lokalform bereits weit verbreitet. Auch in Köln gab es Anfang der 1950er Jahre schon mehrere Lokale dieser Art, die auch zum direkten Vorbild der Brühler Milchbar wurden. Im Laufe der 1960er-Jahre änderte sich die Angebotspalette und auch die Kundschaft in der Milchbar. Der Milchverkauf wurde eingestellt. Die Milchbar wurde zur Kneipe und schon bald zum Zentrum der Brühler Rockerbewegung und später zum Rockschuppen.

Im Freilichtmuseum soll die Milchbar voraussichtlich im Sommer 2021 eröffnet werden und dann diese ganz unterschiedlichen Entwicklungen präsentieren.

Auch 2020 wird es spannende und informative Angebote im Kommerner Freilichtmuseum geben. Die Veranstaltungssaison startet vom 07. bis 19. April mit dem Jahrmarkt anno dazumal. Noch wird nicht viel verraten - aber es spukt 2020 auf dem Kahlenbusch und eine einsame Laterne spielt eine Hauptrolle...


Öffnungszeiten

Einlass bis 30 Minuten vor Schließung
Details zu den Öffnungszeiten

Kontakt

Tel. 02443 / 99800
kommern@lvr.de

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Das "WaldPädagogikZentrum Eifel" (WPZ) ist aus einer Kooperation des Landschaftsverbandes Rheinland und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW entstanden. Es befindet sich im LVR-Freilichtmuseum Kommern.

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Das Freilichtmuseum ist Teil des DFG-Projektes "Digitales Portal Alltagskulturen im Rheinland – Wandel im ländlichen Raum 1900-2000“.

Portal Alltagskulturen im Rheinland