Instandsetzung der Kappenwindmühle

Thermobehandlung der Windmühle

Die Kappenwindmühle wurde 1969 in Cantrup/Kreis Diepholz abgebaut und 1971/72 im Museum wieder aufgebaut. Die entstandenen Abnutzungserscheinungen führten 2014 zum Entschluss, die Mühle umfassend instandzusetzen. Im ersten Sanierungsschritt wurde 2014 eine „Thermobehandlung“ durchgeführt. Hierzu wurde die Mühle in einer spezielle „Thermohülle“ eingepackt und von innen langsam erhitzt. Zur Bekämpfung tierischer Holzschädlinge musste dabei über eine längere Zeit im Kern der Holzbalken eine Temperatur von ca. 55 °C erreicht werden.


Im zweiten Sanierungsschritt wird nun das komplette Flügelkreuz aus Lärchenholz einschließlich der mit Leinentuch bespannten Jalousieklappen mit Ruten und Brusthölzern erneuert. Beim Mühlenbau ist es wichtig, dass alle Hölzer aus langsam gewachsenem Holz hergestellt werden. Bei den Flügeln kommt es auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stabilität (enge Ringe) und Flexibilität (Lärchenholz) an.

Eine auf die Restaurierung von Windmühlen spezialisierte Firma aus Winsen-Luhe in Niedersachsen, die bereits Preisträgerin des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege war, hat die Flügel hergestellt.