DGV-Tagung „Die Kirche im Dorf lassen ...?“

Zur Bedeutung von Religiosität und Spiritualität im ländlichen Raum


Die Tagung setzt sich mit der Vielfalt religiöser/ spiritueller Kulturen im ländlichen Raum auseinander. In den Blick genommen werden dabei sowohl historische als auch aktuelle Entwicklungen. Man denke etwa an die Mehrfachnutzung und Umwidmung sakraler Bauten, unerwartete Zusammenarbeiten und Allianzen zwischen den Konfessionen, die bewusste Ansiedlung religiöser Gemeinschaften, die Bedeutung des „Landjudentums“, die Präsenz neureligiöser und neuheidnischer Bewegungen oder die generelle Bedeutung religiöser Institutionen für die Menschen vor Ort.

Wie die Stadt bietet auch das Land heutzutage Möglichkeiten, religiös-spirituelle Ideen umzusetzen. Denn wie die Stadt befördert auch das Land soziokulturelle Auf- und Umbrüche sowie Diversität. Im Zusammenhang mit Land und Ländlichkeit entstehen ganz eigene Vorstellungen davon, wie ein sinnvolles Leben gestaltet werden kann.

Dazu gehören etwa die Suche nach Entschleunigung und Nachhaltigkeit, innerer Zufriedenheit sowie neuer Kreativität. Was für die einen abstrakt und klischeehaft bleibt, ist für die anderen konkreter Lebensstil. Gleichzeitig haben die ländlich geprägten Regionen Europas trotz politischer Förderlinien mitunter schwer mit den Folgen des demografischen Wandels und mit infrastrukturellen Defiziten zu kämpfen. Das spiegelt sich u.a. im Zustand der religiösen Institutionen wider.

Diese Aspekte behandelt die 5. Tagung der “Kommission für Religiosität und Spiritualität in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde” im fächerübergreifenden Austausch. Die Tagung wird aus der Diasporakapelle aus Overath im LVR-Freilichtmuseum Kommern über ZOOM gestreamt.


Programm


Tagungsprogramm: DGV-Tagung "Die Kirche im Dorf lassen ...?" (PDF, 1,96 MB)

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über eine Anmeldemaske des LVR. Der ZOOM-Link wird nach erfolgter Anmeldung zugesendet.

Anmeldefrist ist der 9. Juni 2021.

Die Tagung ist leider ausgebucht!