"Das wünsch ich mir, drum spare ich" - Geschichte des Schulsparens

Werbeplakat zum Schulsparen

Sonderausstellung im Handwerkerhaus Henkel vom 30. Oktober 2012 bis 14. April 2013

Angesichts der derzeitigen, vor allem in den Medien geschürten Angst vor einer länger andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise ist Sparen zumindest bei manchen Zeitgenossen momentan »in«. Dabei wird vergessen, dass in allen Epochen und immer wieder mehr oder weniger intensiv gespart wurde. Auch an das Schulsparen mit Heimsparbüchse, Sparkassetten und Sparmarkenkarten werden sich nur noch Angehörige der Nachkriegsgeneration erinnern.

Anlass genug für das LVR-Freilichtmuseum Kommern, die Sonderausstellung des Schulmuseums Bergisch Gladbach – Sammlung Cüppers zu diesem Thema zu übernehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die 1950/60er-Jahre. Die ausgestellten Objekte, Archivalien und Bilder ermöglichen einen tiefen Einblick in die Schulgeschichte und die Mentalität der Wirtschaftswunderära.


Sparefroh-Figur

Vor allem eine Figur wie der 1954 herausgebrachte »Sparefroh« mit der dazugehörigen Kinderzeitschrift, Stundenpläne und Schulplakate oder der Film »Der große Groschen« von 1956 verraten viel über die damalige Einstellung zum Sparen und sind zugleich ein Stück Alltags- und Designgeschichte.

Die zum Teil skurrilen Exponate und die Präsentation – auch die Matratze mit den darunter versteckten Sparstrümpfen fehlt nicht – garantieren, dass trotz des ernsthaften Themas der Spaß in dieser Ausstellung nicht zu kurz kommt.


Ausstellungsflyer "Schulsparen" (PDF, 232 KB)